Wasserquellen¶
Eine Wasserquelle ist entweder eine Zisterne (Regenwasser, Füllstandssensor) oder Festwasser (Mains, Literzähler). Jede Quelle verfolgt ihren Verbrauch.
Zisterne kalibrieren¶
Die Umrechnung Rohwert → Liter erfolgt über eine Stützpunkt-Tabelle
({roh, liter}) mit stückweise-linearer Interpolation:
- 2 Punkte = lineare Umrechnung.
- N Punkte = nicht-linear (liegender/sich weitender Tank).
Im Quellen-Editor:
- Stützpunkte als Zeilen
roh → Litereintragen. - Aktuellen Messwert übernehmen holt den Live-Rohwert für die aktuelle Zeile.
- Rechts zeigt die Kalibrierkurve den Polygonzug samt aktuellem Arbeitspunkt.
Was ist der Rohwert?
Der Rohwert ist der ungerechnete elektrische Messwert des Pegelsensors —
bei ESP32-WROOM/Generic die ADC-Spannung (V), bei GardenControl der
4-20-mA-Strom (mA). Es ist kein Druck/cm.
Ganzen Bereich kalibrieren — sonst „friert" der Wert ein
Außerhalb der eingetragenen Stützpunkte wird der Liter-Wert an den nächsten Punkt geklemmt (er wird nicht extrapoliert — das schützt vor Unsinn an den krummen Tank-Enden). Steigt der Pegel über deinen obersten Stützpunkt, bleibt die Anzeige auf dessen Liter-Wert stehen, obwohl der Rohwert weiter steigt (und umgekehrt unten). Kalibriere daher bis zu deinem echten Höchststand und bis leer.
Zusätzlich wird der Wert auf [0, Max-Volumen] begrenzt (keine negativen /
über-vollen Liter). Setz das Max-Volumen der Quelle auf die reale
Maximalmenge — bei selbst gesetztem Überlauf/Ablauf ist das oft weniger als das
Nennvolumen des Tanks.
Ruhiger Füllstand: Glättung und Totband¶
Ein Drucksensor rauscht — der angezeigte Füllstand zappelt dann auch im Ruhezustand um ein paar Liter. Dagegen gibt es zwei unabhängige Stellschrauben, die man kombinieren kann. Sie greifen an verschiedenen Stellen an:
| Glättung | Totband | |
|---|---|---|
| Wo eingestellt | am Eingang des Steuergeräts (Tab Hardware) | an der Wasserquelle |
| Einheit | Sekunden (aus / 30 / 60 / 90 s) | Liter (0 = aus) |
| Wogegen | Messrauschen | Unruhe der Anzeige |
| Wie | Der Sensor mittelt auf dem Gerät gleitend über das Zeitfenster. | Der angezeigte Wert bleibt stehen, bis der Messwert um mindestens den Betrag davon abweicht. |
| Reflash nötig | ja (Firmware-Änderung) | nein |
Empfehlung: erst die Glättung auf 60 s stellen (das nimmt das schnelle Zittern), und wenn die Anzeige dann noch um wenige Liter wandert, ein Totband von etwa 5 L setzen. Das Totband wirkt einheitlich — auf die Füllstands-Anzeige, auf die Mindestfüllstand-Sperre und auf die Verbrauchsmessung.
Warum kein Runden?
Runden hat feste Stufengrenzen. Liegt der Pegel zufällig genau auf einer, kippt die Anzeige schon bei minimalem Rauschen um eine volle Stufe hin und her. Das Totband hat keine festen Grenzen: es merkt sich den zuletzt gezeigten Wert, und die Grenze wandert mit.
Wenn beides nichts mehr bringt
Bleibt nach der Glättung eine langsame Wanderung von wenigen Litern über Stunden, ist das meist kein Rauschen mehr, sondern echt: Sonne und Temperatur wirken auf Tank und Sensor. Dagegen hilft kein Filter — solche Abweichungen liegen typisch innerhalb der Genauigkeit des Sensors (oft ~0,5 % vom Messbereich). Ein Totband macht die Anzeige dann trotzdem ruhig.
Festwasser¶
Verbrauch wird über den Literzähler (Pulszähler) gemessen. Die Quelle zeigt im Dashboard den Tagesverbrauch.
Verbrauchsauswertung¶
Im Dashboard-Detail je Quelle und je Linie: Summen für Heute · Monat · Vormonat · Jahr · Vorjahr (aus der HA-History abgeleitet).